Tourismus im Norden startet pessimistisch ins Jahr 2024

Blick von der Seebrücke in Kühlungsborn auf die Promenade Foto: Zoltán Szabó
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Rostock. Die norddeutsche Tourismuswirtschaft ist pessimistisch für das Geschäftsjahr 2024. Personalmangel, steigende Kosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen treiben die Betriebe um, so das Fazit der Tourismuskonjunkturumfrage der norddeutschen IHKs, an der knapp 850 Betriebe aus der Tourismus- und Reisewirtschaft teilgenommen haben.

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„Die Übernachtungszahlen nähern sich in vielen, aber noch nicht allen Bereichen, an die vor-Corona-Daten aus 2019 an. Gleichzeitig sind die Betriebe mit Kostensteigerungen in den meisten Bereichen konfrontiert, die sie nicht vollständig an die Gäste weitergeben können“, sagt Klaus-Jürgen Strupp, Vorsitzender der IHK Nord.

Urlauber entscheiden sich wieder eher für Auslandsreisen

Zudem haben sich Urlauber im Sommer 2023 wieder vermehrt für einen Aufenthalt im Ausland entschieden. In Kombination mit dem teils schlechten Wetter an den Küsten habe dies laut IHK Nord für eine geringere Auslastung im Norden gesorgt.

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47 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe beurteilen die Sommersaison 2023 im Rückblick als gut, 40 Prozent als befriedigend und nur 13 Prozent als schlecht. Rund 40 Prozent der Unternehmen erwartet eine ungünstigere Geschäftslage in der nächsten Saison, 13 Prozent gehen von einer Verbesserung aus.

Die größten Sorgen bereiten dem Gastgewerbe Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreise (79 Prozent), die Arbeitskosten (69 Prozent), fehlende Arbeitskräfte (67 Prozent) und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (62 Prozent).

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