Kommentar: Wenn Medien die Leser weglaufen

Foto: Michael Gaida / Pixabay

Rostock. Zeitungen, Magazine, Radiosender und Fernsehanstalten haben sich oftmals weit von ihren Lesern, Hörern und Zuschauern entfernt. Sie behandeln teils Themen, die nur das sehr linke Spektrum interessieren.

Linke Themen in Presse und Rundfunk

So hat etwa der Radiosender N-Joy in der letzten Dezember-Woche die Kritik von Linksaußen an dem Musiker Peter Fox aufgegriffen, er habe einen südafrikanischen Sound verwendet. „Kulturelle Aneignung“ wird ihm vorgeworfen, den südafrikanischen Musikern würden Aufmerksamkeit und Einnahmen entzogen, weil Peter Fox den Sound nutze.

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Jeder Hörer aus dem bürgerlichen Spektrum verdreht die Augen bei dieser verqueren, linken Sicht, die zudem über den Rundfunkzwangsbeitrag einem breiteren Publikum bekannt wird. Mutmaßlich mit dem Ziel, die Hörer für ein Thema zu sensibilisieren, das tatsächlich keines für die Mehrheit der Bürger ist. Das Thema wird ebenso künstlich von linken Haltungsjournalisten aufgebauscht wie das Gendern, das die große Mehrheit der Deutschen ablehnt.

One-Love-Binde war reine Medien-Debatte

Die Diskussion um das Tragen der One-Love-Binde bei der Fußball-WM in Katar ist denn nur der Höhepunkt des Jahres gewesen, der zeigt, dass sich insbesondere die Leitmedien kilometerweit von Teilen ihrer Leser, Hörer und Zuschauer entfernt haben. Es war eine reine Medien-Debatte, für die Bevölkerung war es keine.

Die Fußball-WM wurde vielen Zuschauern zudem madig gemacht, indem im Vorfeld permanent über die Korruption und die Arbeitsbedingungen während des Stadionbaus berichtet wurde. Das geringe Zuschauerinteresse verwundert bei dieser Berichterstattung nicht. Das alte Prinzip, Sport nicht mit Politik zu vermengen, interessiert die Haltungsjournalisten von heute nicht. Ihnen geht es darum, das Publikum zu beeinflussen und ihre eigene Meinung aufzudrängen.

Dasselbe gilt für eine Presse, die es sowohl auf Bundes- und Landesebene als auch in den Lokalnachrichten häufig vorzieht, nicht über eine etablierte Partei wie die AfD zu berichten, außer es geht um Skandale und verbale Ausfälle. Umso mehr wird positiv über die Grünen berichtet, die in der Parteienlandschaft mit teils radikalen Positionen nach wie vor Linksaußen zu verorten sind. Von ausgewogener Berichterstattung in der Politik kann keine Rede sein.

Gezielte Beeinflussung der Öffentlichen Meinung

Bürgerliche Themen wie die ungewöhnlich hohe Ausländerkriminalität und die Unzufriedenheit vieler Ostdeutscher mit der unkontrollierten Zuwanderung werden in Presse und Rundfunk seit Jahren nicht behandelt und ausgeblendet.

Wenn über diese Themen berichtet wird, dann meist um das Erstarken angeblich „rechtsextremer“ Tendenzen aufzuzeigen und die Bedeutung des „Kampfes gegen Rechts“ zu betonen. Denn alles, was „rechts“ ist, ist schlecht, behaupten die Haltungsjournalisten und Politiker des linken und grünen Spektrums. Dabei handelt es sich um eine bewusste Umdeutung bürgerlicher Werte und Vorstellungen ins Negative. Eine Strategie, die früher nur bekennende Linksradikale auf teils verbotenen Plattformen anwendeten.

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Natürlich ist es kompletter Unsinn, dass die Medien vom Staat kontrolliert würden, nur weil diese häufig regierungsnah und positiv über die Arbeit der Ministerien berichten. Seit Jahrzehnten haben die Verlage, Radiosender und Rundfunkanstalten mehrheitlich linke Journalisten eingestellt und ausgebildet, die verantwortlichen Führungskräfte sind häufig politisch ähnlich verortet.

Journalisten, die sich dem bürgerlichen Spektrum zugehörig fühlen, sind im Laufe der Jahrzehnte dagegen zur Minderheit geschrumpft. Die Verlagsleiter und Geschäftsführer in Radio und Fernsehen haben diesen schleichenden Prozess teils bewusst gefördert oder toleriert.

Neue Medien braucht das Land

Es braucht neue Zeitungen, Magazine, Radios und TV-Sender, die sich nicht als Moralapostel aufspielen und Nachricht und Kommentar klar trennen. Eine ausgewogene Berichterstattung ist das Ideal, dem sich Journalisten stets verpflichtet fühlen sollten. Auch wenn es keine absolute Objektivität und Neutralität gibt, sollte diese angestrebt werden.

Die sogenannten „alternativen Medien“, die häufig von Nicht-Journalisten betrieben werden, erfüllen diese Aufgabe bei Weitem nicht. Es fehlt an der gebotenen Professionalität. Die Meldungen und Blogbeiträge auf Plattformen wie der Achse des Guten sind zudem häufig sehr wertend.

Diese Tendenz zum Haltungsjournalismus gilt selbst für liberal-konservative Flaggschiffe wie Tichys Einblick. Es wird Meinung gemacht statt diese nur darzustellen. Neugründungen in Presse und Rundfunk scheinen daher notwendig.

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