Anschlag auf Nord Stream 2 – Spuren führen in die Ukraine

Die Spuren des Anschlags auf Nord Stream 2 führen in die Ukraine. (Symbolfoto) Foto: Kevin Schmid / Unsplash
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Rostock. Der Anschlag auf die Nord Stream 2-Pipeline hat lange für Spekulationen gesorgt. Einige vermuteten Russland hinter der Aktion, andere die USA. Nun verdichten sich die Hinweise auf die Ukraine als Auftraggeber.

Die Bundesregierung und der Bundestag indes ignorieren die neuen Informationen und werden nicht müde, trotz des massiven Schadens für die Energieversorgung in Deutschland, der Ukraine weiter Waffen zu liefern und Gelder zur Fortführung des Krieges zur Verfügung zu stellen. Allein bis zum 11. Juli hat die Bundesregierung Hilfen im Wert von 22 Milliarden Euro für den Krieg in der Ukraine bereitgestellt oder direkt überwiesen.

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Gas im Wert von einer halben Milliarde Euro, rund 330 Millionen Kubikmeter, lagerten bereits in den Nord Stream 2-Leitungen, als die Anschläge erfolgten, die zur Zerstörung von drei der vier Rohre führten. Laut einem Focus-Bericht hätte das Gas gereicht, um 100.000 Einfamilienhäuser im Winter zu versorgen.

Wegen der Invasion russischer Truppen in der Ukraine wurde Nord Stream 2 dann doch nicht in Betrieb genommen. Die einzig funktionierende Nordstream-Pipeline, die Gas aus Russland liefert, führt über die Ukraine, für die das Land noch Gebühren kassiert, wie Sarah Wagenknecht (Linke) kritisiert.

Ukrainische Spezialkräfte und die Rolle von Selenskyi

Im September 2022 sollen fünf Männer und eine Frau die Segeljacht „Andromeda“ in Rostock gemietet haben und damit in See gestochen sein. Mieter soll laut Süddeutscher Zeitung eine Firma in Warschau gewesen sein, deren Spur in die Ukraine führt.

Bei den fünf Männern soll es sich um ukrainische Spezialkräfte handeln, wie aus Warnungen der Geheimdienste in den Niederlanden und des CIA hervorgeht, berichten mehrere Medien übereinstimmend.

Mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff seien bei einem Aufenthalt in Danzig an Bord geladen worden, bevor die Segeljacht sich in dänischen und schwedischen Gewässern aufhielt, wo wenig später ein Druckabfall in den Leitungen registriert wurde.

Laut einem Bericht der „Washington Post“ sollen die Spezialkräfte direkt an den ukrainischen Armeechef Walerij Saluschnyj berichtet haben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sei bewusst nicht über die Pläne informiert worden, berichtet die Tagesschau.

Wagenknecht kritisiert Bundesregierung und Parteien

Sarah Wagenknecht (Linke) kritisierte in mehreren Videos und Interviews die Bundesregierung und den Bundestag dafür, der Ukraine weiter Waffen zu liefern und Gelder zu überweisen, zumal bei der in der Ukraine weit verbreiteten Korruption nicht klar sei, ob diese für den vorgesehenen Zweck genutzt würden.

Wagenknecht forderte angesichts der neuen Erkenntnisse die sofortige Einstellung aller Lieferungen und Geldleistungen an das Land. Die Ukraine müsse gemeinsam mit Russland an den Verhandlungstisch gebracht werden, um Frieden herbeizuführen.

Die am Anschlag Beteiligten müssten zudem zur Verantwortung gezogen werden, so die Bundestagsabgeordnete, die bis Ende des Jahres verkünden will, ob sie eine eigene Partei gründet.

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