54 Wissenschaftler und Mediziner sprechen sich gegen Impfpflicht aus

Dutzende Wissenschaftler und Mediziner haben sich in einer Stellungnahme gegen eine generelle Impfpflicht ausgesprochen. Der Staat hätte keine Legitimation, Bürgern eine Impfpflicht vorzuschreiben. Jeder Bürger sollte weiterhin eine freie, individuelle Impfentscheidung treffen dürfen.

Das Statement wurde auf Wunsch der Initiatoren auf Achgut.com veröffentlicht. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem der Molekularbiologe Prof. Dr. Paul Cullen, der Epidemiologe Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel und die Fachärztin für Epidemiologie Dr. Angela Spelsberg.

Impfpflicht nicht alternativlos

In der Stellungnahme heißt es, eine Impfpflicht sei in der jetzigen Lage nicht alternativlos. Die vorliegenden wissenschaftlichen Daten würden nicht belegen, „dass die Impfung für jede Bürgerin, jeden Bürger unabhängig von Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen oder anderen Faktoren mehr Nutzen als Schaden stiftet.“ Die Daten aus Zulassungsstudien und epidemiologischen Kohorten würden nicht in „hinreichender Qualität“ vorliegen.

Schaden durch Impfung „nicht auszuschließen“

Der Nutzen für weite Teile der Bevölkerung, etwa gesunde Kinder, junge Erwachsene und Schwangere im ersten Drittel der Schwangerschaft, wäre nicht gegeben. „Dagegen ist ein Schaden nicht auszuschließen, sondern ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar anzunehmen. Solche Gruppen zur Impfung zu nötigen, heißt von ihnen zu fordern, dass sie eine Körperverletzung hinnehmen.“

Die von der Politik ausgerufene Notlage wäre „unrealistisch“ und werde durch keine mathematischen Modelle gestützt. Dem Staat würde „jegliche wissenschaftliche, rechtliche und ethische Legitimation“ fehlen, um „sich über den Willen von Bürgerinnen und Bürgern hinwegzusetzen.“

Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen „unverhältnismäßig“

Die geplante Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie Krankenhauspersonal und Beschäftigte in der Pflege sei „unverhältnismäßig“. Die Erfahrungen würden zeigen, dass „die professionelle Hygiene dieser Berufsgruppen ausreichend ist, Ausbrüche weitestgehend zu verhindern“. Eine Testung des Personals unabhängig vom Immunstatus wäre erforderlich. Der Zusatznutzen durch eine Impfung sei dagegen „fraglich“ und die Impfpflicht somit „nicht gerechtfertigt“.

Die Stellungnahme im Wortlaut finden Sie hier.

Nachtrag: Am 16. Dezember haben rund 380 Ärzte die Bundesregierung in einem Offenen Brief aufgefordert, die Diskriminierung von Ungeimpften zu beenden und von einer Impfpflicht abgeraten.

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